GEMISCHTER SATZ

Literatur & Wein

18. November 2022

19 Uhr

Dirk Stermann liest

aus Maksym

Literatur, Wein und Genuss sind seit Jahrhunderten eng miteinander verbunden. Der Wein war für große Literaten nicht selten eine Quelle der Inspiration. Im vom Wein leicht beflügelten Zustand wurde vermutlich mehr aus nur ein bekanntes Werk verfasst. Diese geist- und genussreiche Beziehung zollen wir mit unserer Lesereihe GEMISCHTER SATZ Tribut und so steht ein ganzes Wochenende im Zeichen dieser elysischen Verbindung.

DIE KUNST VERHÄLT SICH ZUR NATUR WIE DER WEIN ZUR TRAUBE

FRANZ GRILLPARZER

FREITAG, 18. NOVEMBER 2022 ab 18 Uhr

WEINBAR GEMISCHTER SATZ

19:00    STEFAN SLUPETZKY

liest aus "Nichts als Gutes"

Über Tote, heißt es, soll man nichts als Gutes sagen. Stefan Slupetzkys pointierte und hintergründige fiktive Grabreden erzählen ebenso viel über die Verstorbenen wie über die Redner selbst.

Grabreden sind eine literarisch vernachlässigte Kurzform des biografischen Erzählens. Stefan Slupeztky findet das Komische im Tragischen und zaubert Leserinnen und Lesern ein Schmunzeln ins Gesicht.

Stefan Slupetzky, Schriftsteller, Musiker und Zeichner, wurde 1962 in Wien geboren. Zwischen 1994 und 2000 schrieb und illustrierte er mehr als ein Dutzend Kinder- und Jugendbücher, für die er zahlreiche Preise erhielt. Seither verfasst er Romane, Kurzgeschichten, Theaterstücke und Liedtexte. Im Picus Verlag erschienen seine Erzählbände »Absurdes Glück«, »Halsknacker« und »Atemlos«, die Lesereise Mauritius (2016), das Kinderbuch »Pauls Reise« (2013) sowie die fiktiven Grabreden »Nichts als Gutes« (2021). Stefan Slupetzky war für seinen Roman »Im Netz des Lemming« für den Friedrich-Glauser-Preis 2021 nominiert. www.stefanslupetzky.at

20:00   DIRK STERMANN

liest aus seinem neuen Buch "Maksym"

Dirk Stermanns Roman «Sechs Österreicher unter den ersten fünf», der sich allein in Österreich über hundertfünfzigtausendmal verkaufte, hatte einen Helden namens Dirk Stermann. Nun hat der Autor ein neues Buch über diesen Mann geschrieben. Es beginnt wie eine amüsante Gesellschaftssatire aus dem heutigen Wien: Dirk und seine Frau stehen vor einem Problem. Sie muss für ein paar Monate beruflich ins Ausland, aber er hat jetzt wirklich keine Zeit, sich den ganzen Tag um den gemeinsamen Sohn, Hermann, zu kümmern. Professionelle Hilfe muss also her. Freunde empfehlen, sehr modern, einen männlichen Babysitter. Sie hätten einen Ukrainer, sehr erfahren und gebildet, immer ein Zitat von Joseph Roth auf den Lippen. Und die Entscheidung fällt, gegen all die blonden jungen Frauen, ebenfalls für einen Ukrainer. Auch wenn Maksym eigentlich nie Klassiker zitiert. Und erst macht der schweigsame Osteuropäer seine Sache auch ganz gut. Aber dann beginnt er, neben dem Sohn auch den Vater zu sitten. Und von da an scheint es nur noch eine Richtung zu geben: abwärts. Ein Roman, wie ihn nur Dirk Stermann schreiben kann: komisch, grausig, herzerwärmend.


 

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WEINBAR GEMISCHTER SATZ

COBENZLGASSE 4, 1190 WIEN

Öffentlich erreichbar:

Straßenbahn 38, Endstation Grinzing

oder

U4 bis Endstation Heiligenstadt und Bus 38A bis Grinzing